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| 12.01.2007 | ||
„Cities - Architecture and Society“. Die zehnte internationale Architekturausstellung vergangenen Jahres in Venedig gab das Jahrtausendthema vor. Nicht dass dieses, Fakt wie Motto, bis dato ein Geheimnis gewesen wäre, aber kaum eine Veranstaltung zieht eben so viel Aufmerksamkeit der internationalen Planerschar auf sich wie die Biennale der Lagunenstadt, in die alle lieber reisen als nach Bochum oder Roanne.
Also, Venedig zeigte: Mit Architektur alleine gibt es keine Stadt. Das gelingt erst mit der Gesellschaft. Eine Binse, wie die Journalisten sagen. Rem Koolhaas, der einst seine Karriere als Journalist startete, sagte im Gespräch mit dem Biennale-Macher Richard Burdett, dass wir heute über Städte reden könnten, wie es noch vor fünf Jahren nicht möglich gewesen wäre. Jetzt gäbe es eine Architektengeneration, die direkt in vielenverschiedenen Ländern und Systemen Erfahrungen sammeln konnte. Bauen sei eben in jedem Land anders. Man könne jedoch behaupten, dass es stets und überall um das Verhältnis von öffentlich und privat gehe. London sieht Rem Koolhaas als gelungenes Beispiel, weil es dort der öffentlichen Hand gelinge, trotz knapper Kassen Investitionen anzulocken. Dies bringe Entwicklung und schließlich auch Einrichtungen für die Öffentlichkeit. Was in London passiert, könne man jedoch nicht bedenkenlos übertragen, schließlich sei die angelsächsische Planungskultur geprägt von Pragmatismus und einer gewissen Absenz von Ideologie. In Dubai dagegen setzt der Staat in Eigenregie gigantische Projekte in den Sand, sind daher privater und öffentlicher Sektor eins. Viel Geld fließt dort pragmatisch in ideologiebehaftete, oft auch außerhalb des Renditedenkens stehende Projekte, die so öffentlich wie privat sind. Man sollte nur Öffentlichkeit anders definieren als beispielsweise im toleranten London.
Nun sind zwar Architekten auf dem Globus rastlos unterwegs, doch es scheint deren Einfluss auf die Stadtentwicklung nicht zu verbessern. Die Entwickler so nochmals Vielflieger Rem Koolhaas, sind „virtual reality“ geworden. Sie bräuchten die Architekten eigentlich nicht mehr. Schließlich werden sie beauftragt, wenn die Baukonjunktur läuft. Dann dürfen sie schon noch ihre Duftmarken setzen, wie Rem in Beijing das Gebäude des Staatsfernsehens CCTV. Die Masterpläne machen andere. Aber wer?
Lässt die Stadt den Investoren und Entwicklern freie Hand, gibt es wenig Chancen, diese Orte, in denen sich bald 2/3 der Menschheit ballen werden, zukunftsfähig zu gestalten. Richard Burdett formulierte, auf was es ankommt. Die Städte des 21. Jahrhunderts müssten lernen, ihre Rolle als Zentren der Toleranz und Gerechtigkeit anzuerkennen, nicht von Konflikten und Ausgrenzung. Dichte statt Sprawl minimiere die Umweltbelastung. Durch Gestaltung sollte eine komplexe Stadtlandschaft entstehen, die alle Gruppen integriert und nicht Ghettos schafft für Arme und Reiche, Junge und Alte, Schwarze und Weiße. Durch gute Gestaltung und kluge Politik sollten die Städte ihr fundamentales Recht ausüben, ein demokratisches Gemeinwesen zu schaffen. „Die Städte sollten“, so Burdett, „mit schönen und frei zugänglichen Gebäuden und öffentlichen Räumen ihre Bürger inspirieren“.
(Erschienen in Garten+Landschaft 1/07 zum Thema urban design)
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Today our leaders must face various challenges related to demographic changes. Migrations, the lack of resources, the need for a cleaner and safer environment cannot be ignored by policy makers. Thus, urban planning will be a key issue in the future. For that reason it is essential to make people “aware” of its importance in the present so it will be possible to develop sustainable policies for the generations to come. I don’t know if there is just one perfect city, I believe that the “perfectibility” of our cities depends on the major necessities of the citizens that live in it. In a country were people are starving to death, the perfect city will be the one that may be able to provide water and food. However, in a developed country the needs of the people are more related to the availability of parks, the control of noise and other sources of contamination, therefore, their perfect city will be more related to environmental issues. Summing up, it is the role of government, companies, NGOs, and individuals to cooperate in order to evaluate which are the main needs of their population and future challenges to generate policies that will create sustainable cities capable to improve the lifestyle of all the citizens.
Maria Belen Avellaneda